Reptilien im Heimtierhandel

Eine internationale PETA-Recherche enthüllt das unbarmherzige Geschäft mit Reptilien im Heimtierhandel.


Undercover-Ermittlern aus Deutschland, Asien und den USA gelang es im Rahmen einer mehrmonatigen, international übergreifenden Recherche, erstmals die erschütternden Bedingungen bei einigen der weltweit größten Züchter und Händler von Reptilien im Heimtierhandel zu durchleuchten. Bitte sehen Sie sich das von dem Schauspieler und langjährigen PETA-Unterstützer Sky du Mont eingesprochene Video an, das die schockierende Wahrheit über den Handel mit exotischen Tieren für den deutschen Heimtiermarkt zeigt.

Das skrupellose Geschäft mit den sensiblen Exoten

Reptilien werden gewaltsam aus der Natur entrissen oder von rücksichtslosen Züchtern in Massen „produziert“: Rund 600.000 Reptilien werden jedes Jahr nach Deutschland importiert. Viele Reptilien im Heimtierhandel sterben schon auf den langen Transportwegen oder noch auf den Zuchtfarmen. Sterberaten von bis zu 70 Prozent sind vom Handel bereits einkalkuliert. Bei deutschen Großhändlern werden die überlebenden Reptilien oft in winzige Plastikboxen eingepfercht und darin teilweise mehrere Jahre lang vorrätig gehalten. Ahnungslosen Kunden wird jedoch suggeriert, die Tiere würden aus guten Verhältnissen stammen.

PETA hat den zuständigen Staatsanwaltschaften die bei den Großhändlern dokumentierten Missstände zur Strafverfolgung vorgelegt.

Grauenvolle Zustände auch in Asien und in den USA

Videoaufnahmen von einem der weltweit größten Reptilienhändler, „Reptiles by Mack“ aus Ohio, zeigen Tiere in teils winzigen, überfüllten und völlig verdreckten Plastikbehältern. Viele Reptilien sind krank und schwer verletzt, werden oftmals nicht tierärztlich versorgt und müssen tage- oder teilweise wochenlang ohne Trinkwasser ausharren. Auch in Asien werden die Tiere lediglich als Massenware betrachtet. Der Verantwortliche eines großen vietnamesischen Zulieferers von deutschen Unternehmen sprach offen über die zahlreichen Tiere, die die Überseetransporte nicht überleben.

Erste Unternehmen reagieren
Der Zoofachhändler Kölle Zoo versprach nach Gesprächen mit PETA, den Reptilienverkauf bis spätestens 2018 zu beenden. Der Gartencenterfilialist Dehner kündigte ebenfalls einen Ausstieg aus dem Reptilienhandel an. Andere Unternehmen wie Fressnapf oder Das Futterhaus stellen zwar Verbesserungen für den Tierschutz in Aussicht, wollen aber am Handel mit den exotischen Tieren festhalten, wenn auch in teilweise erheblich reduziertem Umfang. Die Hagebaumärkte haben trotz eindringlichem Appell bisher keine Zusagen gemacht, den Reptilienverkauf zu beenden. Bitte fordern Sie die Zoofachgeschäfte auf, den Reptilienhandel sofort zu beenden.

Unterschreiben Sie unsere Petition!

Bitte fordern Sie die Bundesregierung auf, die Privathaltung exotischer Tiere zu verbieten!